Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Wiesbaden ist eine grüne Stadt im Herzen des Rhein-Main-Gebietes, ein wirtschaftliches, kulturelles und soziales Zentrum ...

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Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon knollenschreck » Mo Sep 14, 2015 11:43 am

Trotz derzeitigen Grenzkontrollen, werden nun auch in Wiesbaden öffentliche Einrichtungen dazu herhalten müssen. Es wird Zeit sich mal Gedanken darüber zu machen, warum die nicht nach Österreich oder Frankreich wollen. Oder gar in die Schweiz oder nach Norwegen. Kann es vielleicht auch daran liegen, dass in der Schweiz und auch in Norwegen schon innerhalb von ein paar Tagen eine Entscheidung bezüglich des Asylgrundes getroffen wird? Wer hat denn beispielsweise im Irak oder Afghanistan so ein Chaos hinterlassen? Ganz zu schweigen von dem was in Syrien läuft. Es sind unsere "Freunde" für die unsere Politiker immer wieder gerne den roten Teppich ausrollen.
Wiesbaden wird es zu spüren bekommen.
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon knollenschreck » Di Sep 15, 2015 7:25 am

Aus/Auf der Homepage der LH Wiesbaden:

Text für den OB:
"Der Oberbürgermeister bedankt sich von Herzen bei allen ehren- und hauptamtlichen Helferinnen, Helfern sowie Bürgerinnen und Bürgern für ihre großartige Unterstützung. „Es ist einfach toll, was die Stadt Wiesbaden in so kurzer Zeit geleistet und auf die Beine gestellt hat, ich bin überwältigt von der Hilfsbereitschaft.“

Text für den Feuerwehrchef:
"Wir bedanken uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern, bei allen Hilfskräften und auch den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bürgertelefons für ihre großartige Hilfe. Es ist toll, was Wiesbaden in so kurzer Zeit auf die Beine stellen kann“, so Müller abschließend."

Es ist doch einfach genial, wenn alles aus einer Feder stammt …
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon Ernie » Mi Sep 16, 2015 5:51 am

"Der stellvertretende Pressesprecher des hessischen Sozialministeriums, Markus Büttner, sagte auf Anfrage, die Belegung der Turnhallen in Wiesbaden und Frankfurt sei der "extremen Situation am vergangenen Wochenende geschuldet" gewesen, als Hessen nach den Worten von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) überraschend rund 1000 Menschen zusätzlich aufnehmen musste. Büttner sprach von einer Ausnahmesituation. Allen sei klar, dass "das so nicht weitergehen kann". "Wir können nicht permanent Turnhallen mit Flüchtlingen belegen."

Klingt schon mal einleuchtend.
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon Pandabaer » Mi Sep 16, 2015 11:41 am

Hallo,

also ich finde das nicht schlimm. Zumal das ja keine Dauerlösung sein wird. Und man kann sie schließlich nicht am langen Arm verhungern lassen.

LG
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon knollenschreck » Mi Sep 16, 2015 4:57 pm

"Nein ist nicht so schlimm" - Mutti wird´s schon richten ...
Was die Dauer, u.a. in der gerade sanierte Halle in Naurod anbelangt, sei gesagt: Aus einer Woche werden schnell mal ein Monat oder ein Jahr oder ...?
Hier sei an dem Soli für die neuen Bundesländer erinnert. Zuerst sollte das aus der Portokase bezahlt werden, dann nur "kurzfristig ein, zwei Jahre" und nun feiern wir 25-jähriges Jubiläum.
Nein, schlimm ist das nicht ...

http://www.echo-online.de/lokales/darms ... 123970.htm
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon Hoffmann » Mi Sep 16, 2015 5:58 pm

Immer wieder wird in den Medien die augenblickliche Situation mit der Flucht vieler Deutscher aus den deutschen Ostgebieten vor der sich nähernden Front gleichgesetzt. Die damaligen Flüchtlinge fanden keine "Willkommenskultur" auf ihrem Weg "in den Schutz des Reiches" vor. Lediglich das Rote Kreuz oder Institutionen der Partei versuchten eine Art "Betreuung". Unter den damaligen Flüchtlingen befanden sich keine Männer im wehrfähigen Alter. Diejenigen, die sich aus verständlicher Angst vor dem hoffnungslosen Kampf doch unter die Flüchtenden mischten, fielen Standgerichten zum Opfer.

Die Masse der heutigen Flüchtlinge besteht überwiegend aus jungen Männern, die erst die robuste Vorhut nachkommender Personengruppen bilden. Wir warten1
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon Ernie » Mi Sep 16, 2015 7:54 pm

Ich stimme meinen Vorredner zu, was die jungen Männer anbelangt. Es sind schätzungsweise 70 bis 80%. Ich habe einen ankommenden Zug in Frankfurt gesehen. Die Medien versuchen hier, meiner Meinung nach, ein falsches Bild darzustellen. Sobald ein Kind, eine Mutter oder Vater mit Kind kommt, halten die die Kamera drauf. Die jungen Männern und teils auch die jungen Frauen scheinen gut informiert, ja vernetzt zu sein, was in der heutigen Zeit mit Facebook und Twitter kein Problem mehr ist.
Das mit der Willkommenskultur würde ich nicht so sehen. Klar waren am Anfang welche am Bahnsteig, oft aber auch Landsleute die hier schon einige Jahre leben (so auch in Frankfurt), die Masse der Bevölkerung ist das nicht. Eher sind die Menschen hier verunsichert, skeptisch, misstrauisch, teilweise wütend, abwartend und hoffend, dass der Ansturm wieder nachlässt. Die Politik muss hier sehr wachsam und auch behutsam vorgehen, ein kleiner Funke genügt und die Stimmung kippt. Man verlangt quasi von uns hier viel Geld, Steuergeld auszugeben, verbunden mit Einsparungen und/oder gar Steuererhöhungen und man verlangt Entbehrungen. Eine Sporthalle ist ja auch für einen bestimmten Zweck gebaut worden. Jetzt könnte man sagen, ist ja nur eine Woche. Wenn die rum ist, schau mer mal ...
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon Ernie » Fr Sep 18, 2015 7:10 am

Jetzt heißt es:

"Sofern die Notunterkünfte längerfristig für die Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden müssen, plant das Sportamt, gemeinsam mit den Vereinen Termine zu vereinbaren, um die weiteren Bedarfe nach Priorität zu erfassen und mögliche Lösungen zu finden."

Das meine ich mit Information. Vor ein paar Tagen sprach man noch von "einer Woche".
Natürlich ist Wiesbaden nicht für die jetzige Situation verantwortlich, aber es ist immer zu empfehlen realistisch zu informieren. Dazu gehören auch die Bedenken und Sorgen der Bevölkerung und nicht von einer "Willkommenskultur träumen", die es so in der Bevölkerung eben nicht gibt.
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon knollenschreck » So Sep 20, 2015 9:26 am

Man muss der LH Wiesbaden hier mal ein Lob aussprechen. Es wird zumindest der Versuch unternommen zu informieren. Das ist schon mal ein Anfang. Man sollte aber auch die Ängste und Sorgen der Bevölkerung warnehmen und nicht verharmlosen. Da stimme ich den GRÜNEN zu, die auch richtigerweise feststellen, dass dies nicht "aus der rechten Ecke" kommt. Leider sehen das nicht alle so.

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokale ... 157551.htm

Und wenn in der Bürgerversammlung die Nachbarn in der Brunhildenstraße dort Ängste formulieren, dann wäre auch ein Herr Goßmann gut beraten diese ernst zu nehmen. Erinnert sei hier an Mannheim, wo im großem Stil mit Drogen gedealt wurde und an Neuss wo es erhbliche Probleme mit einem Teil der Asylbewerber gab.

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/fl ... -1.4683936
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon Ernie » Mo Sep 28, 2015 7:18 pm

Nun gibt es (leider) neben immer mehr Berichten von Schlägereien innerhalb der Asylbewerber, leider auch vermehrt Berichte über sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen. Das macht Sorge. Herr Goßmann hat ja noch bei der Bürgerversammlung wegen der Unterkunft in der Brunhildenstraße davon gesprochen, dass ihm bisher von sexuellen Übergriffen, die von Asylbewerbern ausgehen, nichts bekannt sei. Dann sollte er heute Abend mal die Sondersendung im Hessen-Fernsehen anschauen.

http://www.hr-online.de/website/fernseh ... t_57180266
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon knollenschreck » Sa Okt 03, 2015 7:11 am

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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon knollenschreck » Sa Okt 03, 2015 7:20 am

Verstehe ich jetzt nicht ganz. Reinigung und Aufräumen kann ich ja noch nachvollziehen. Aber warum muss denn der Bodenbelag wieder "neu" hergestellt werden? Welcher Abnutzung unterlag er denn? Wie oft wird denn ein Boden in einer Sporthalle "neu" hergestellt? Nach meinem Wissen war der Boden in der Sporthalle Naurod vor kurzem erst neu verlegt worden.

http://www.wiesbaden.de/medien/rathausn ... 235939.php
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon knollenschreck » So Okt 04, 2015 7:22 am

Die einen machen eine "Willkommensboerse":

http://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesba ... boerse.php

und die anderen wollen irgendwie die Grenzen endlich dicht machen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 56076.html
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon Ernie » Di Okt 06, 2015 12:46 pm

Mal eine Beschreibung über das was auf uns zukommt bzw. eine realistische Istdarstellung was tatsächlich hier ankommt. Es ist schon bezeichnend wenn bestimmte Politiker_Innen mit einer verzerrten Information hier versuchen ein völlig falsches Bild darzustellen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 56364.html
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Re: Sporthallen zu Flüchtlingsunterkünften

Beitragvon Ernie » Do Okt 22, 2015 11:46 am

Aha, Asylbewerber demonstrieren in Wiesbaden für eine "bessere Unterbringung" :(

http://www.fr-online.de/zuwanderung-in- ... 20460.html
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